Im großen Sitzungssaal der Wasserburg kamen am vergangenen Samstag die Mitglieder der SPD Rosbach zu ihrer turnusgemäßen Jahreshauptversammlung zusammen. Eine umfangreiche Tagesordnung spiegelte die vielfältigen Aktivitäten des Ortsvereins wider.
Nach der Begrüßung durch die Co-Vorsitzende Denise Schäfer gedachten die Anwesenden in einer Schweigeminute der verstorbenen Mitglieder.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Körner gab im Anschluss einen Einblick in die aktuelle Arbeit der Landtagsfraktion. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf das Tarif-Treue-Gesetz. Dieses verpflichtet die Unternehmen, die öffentliche Aufträge erhalten, zur Einhaltung tariflicher Löhne und Arbeitsbedingungen. Ziel ist es, faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern und Lohndumping zu verhindern.
Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Armin Hofmann für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD. Zugleich wurde bekanntgegeben, dass er aufgrund der Kommunalwahl als Stadtverordneter in das Rosbacher Parlament einziehen wird.
Claudia Hetjes berichtete für den Ortsvereinsvorstand und würdigte das große Engagement der Mitglieder insbesondere in den sechs Monaten vor der Kommunalwahl. Insgesamt wurden acht Flyer entwickelt und verteilt sowie rund 200 Plakate mit 7 Motiven gestaltet und im Stadtgebiet angebracht. Darüber hinaus besuchten die Vorstandsmitglieder die Veranstaltungen der örtlichen Vereine sowie der Feuerwehren und zeigten dort Präsenz.
Großen Zuspruch fanden auch die regelmäßig angebotenen Themenstammtische, die eine unmittelbare Austauschmöglichkeit mit den Bürgerinnen und Bürgern boten. Ein besonderer Höhepunkt war das von Ellen Dietz organisierte „Grüne-Soße-Essen“ im Restaurant Müllers in Rodheim. Die zahlreichen Aktivitäten des Ortsvereins fanden zudem eine breite Resonanz in der örtlichen Presse und den sozialen Medien.
Dr. Hans-Peter Rathjens berichtete ausführlich über die Arbeit der Fraktion in den vergangenen Wochen. Im Mittelpunkt standen dabei die Haushaltsberatungen. In der anschließenden Aussprache wurde besonders hervorgehoben, dass Rathjens als Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses mit fundierten Ausarbeitungen und konstruktiven Vorschlägen maßgeblich zum späteren Kompromiss im Parlament beigetragen hat. Kritisch angemerkt wurde hingegen, dass Bürgermeister und Kämmerer Steffen Maar in diesem Zusammenhang keine erkennbaren eigenen Impulse gesetzt habe.
Einen würdigen und zugleich bewegenden Rahmen bildete die Verabschiedung langjähriger Mandatsträger. Heinz Sill blickt auf 38 Jahre kommunalpolitisches Engagement zurück – als Stadtverordneter, Erster Stadtrat und Stadtrat. Dr. Hans-Peter Rathjens war 28 Jahre Stadtverordneter, darüber hinaus viele Jahre Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses sowie Vorsitzender der SPD Fraktion. Wolfgang Lingenau engagierte sich zehn Jahre als Stadtverordneter, war in verschiedenen Ausschüssen tätig und gehörte dem Ortsbeirat Rodheim an. Die Mitglieder dankten allen drei mit langanhaltendem Beifall. Claudia Hetjes betonte, dass sie sich in besonderer Weise um die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht hätten. Gemeinsam mit Denise Schäfer überreichte sie Blumensträuße und Gutscheine – verbunden mit dem Wunsch, dass die Herren auch künftig ihren Nachfolgern mit Rat und Erfahrung zur Seite stehen.
Der Kassenbericht zeigte, dass die SPD Rosbach finanziell solide aufgestellt ist. Die Revisoren bescheinigten der Kassiererin Bianka Stelz eine einwandfreie und vorbildliche Arbeit. Auf ihren Antrag hin wurde der Vorstand einstimmig entlastet.
Zum Abschluss befasste sich die Versammlung mit der Bewertung des Wahlergebnisses. Zufrieden zeigte man sich darüber, dass es gelungen ist, die vier Sitze im Stadtparlament zu behaupten – trotz der derzeit schwierigen Rahmenbedingungen für die SPD auf Bundes- und Landesebene.
Nach rund drei Stunden schloss Claudia Hetjes die Sitzung und dankte allen Anwesenden für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Unter dem Motto „Aufbruch in den Frühling“ hatte die SPD Rosbach zu einem gemütlichen Abend für interessierte Bürgerinnen und Bürger ins Rodheimer Bürgerhaus eingeladen. Zu der der sehr gut besuchten Veranstaltung konnte die Co-Vorsitzende und Kandidatin für die Stadtverordnetenversammlung, Denise Schäfer, zahlreiche Gäste begrüßen, u.a. Bürgermeister Maar, den 1. Stadtrat Stephan Schmidthals, das Magistratsmitglied Norbert Schön und den SPD-Landtagsabgeordneten Matthias Körner. Passend zu dem Frühlingsaufbruch servierte Uli Müller seine preisgekrönte „Grüne Soße“, einmal mit Pellkartoffel und Eiern oder mit Rösti.
Doch vor dem geselligen Teil gab es zwei pointierte Impulsbeiträge, um angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen die SPD-Positionen darzustellen. Michael Merle, langjähriger Bürgermeister von Butzbach und stellvertretender Vorsitzender der Wetterauer SPD, verdeutlichte die Kernanliegen für den zukünftigen Kurs auf Kreisebene. Gezielte Investitionen in Bildung, Arbeit, Wohnen und Mobilität seien Schwerpunkte, damit der Wetteraukreis Motor und Impulsgeber der Wirtschaftsentwicklung bleibe. Ein besonderes Anliegen war ihm die Stärkung der Demokratie als Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Auch wird es auf Kreisebene definitiv keine Zusammenarbeit zwischen AfD und SPD geben.
Armin Hofmann, der sich für ein Mandat im Rosbacher Stadtparlament bewirbt, betonte in seiner Rede und anknüpfend an Michael Merle, die aktuell schwierigen Rahmenbedingungen für die Kommunalpolitik. Die globalen Krisen träfen auch Rosbach und engten insbesondere die finanziellen Spielräume immer stärker ein. Gerade daher sei es wichtig, sorgfältig und gemeinwohlorientiert mit den anvertrauten Steuergeldern umzugehen und, im Falle von nicht vermeidbaren Zusatzbelastungen, diese fair auf alle zu verteilen. So hatte sich die SPD-Fraktion in der Haushaltsdebatte für die Anhebung des Hebesatzes bei der Grundsteuer A auf 700% und bei der Grundsteuer B auf 675% ausgesprochen sowie die Einführung einer Grundsteuer C befürwortet. Der Hebesatz bei der Gewerbesteuer sollte auf 425% steigen. Der sorgfältige Umgang mit Steuergeldern bedeute auch, sich für eine effiziente und bürgernahe Verwaltung einzusetzen.
Bezugnehmend auf das SPD-Wahlprogramm lehnte Hofmann die Errichtung eines gastronomischen Betriebes in der neu zu errichtenden Sporthalle Eisenkrain durch Steuermittel ab, betonte aber auch gleichzeitig, dass jede rein privatwirtschaftliche Initiative selbstverständlich begrüßt werde. Mit Blick nach vorne bleibe die zeitnahe Entwicklung des Baugebietes Obergärten II ein wichtiges Anliegen der SPD, da hier erhebliche städtische Mittel in Form von eigenen Grundstücken gebunden seien und zwar in einer Größenordnung von knapp 5 Mio. €. Hofmann rundete seine Ausführungen mit einem Bekenntnis zur Fortentwicklung des von der SPD initiierten Klimaschutzkonzeptes und zur qualitativen Weiterentwicklung des ÖPNV ab.
Als schönen Nebeneffekt kann an das „Demenzcafé“ der Sozialstation demnächst eine erfreulich hohe Spende der Besucherinnen und Besucher übergeben werden.
„Ein herzliches Dankeschön für diesen gelungenen Abend geht an die Organisatorin Ellen Dietz und natürlich an Uli Müller und sein tolles Team.“, so die SPD Co-Vorsitzende Claudia Hetjes. „Wir kommen gerne im nächsten Jahr wieder her, um gemeinsam den Frühling einzuläuten!“
Die SPD Rosbach trauert um Manfred Pakullat
Manfred war unser stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender und stets ein Kämpfer für den „kleinen Mann“. Mit Leidenschaft debattierte er über Stadtentwicklung und Verkehrsplanung, bezahlbaren Wohnraum und vieles mehr. Immer mit Herzblut, aber stets fair und mit Humor.
Er hatte noch viel vor, um seinen Themen Nachdruck zu verleihen, kandidierte er auf der Liste zur Stadtverordnetenversammlung und für den Kreistag. Er war es, der unseren Stammtisch reaktivierte und immer vorne mit dabei, wenn eine helfende Hand benötigt wurde.
Wir verlieren mit ihm einen geschätzten Parteikollegen und wertvollen Freund.
Unser Mitgefühl gilt seiner lieben Frau Ruth, den Kindern und Enkelkindern.
Glück auf, Manfred. Und danke für alles.
Die SPD Rosbach lädt die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu einem Erste-Hilfe-Kurs ein, der am Samstag, den 7. März 2026, von 8:00 bis 16:00 Uhr in der Rosbacher Wasserburg stattfindet.
Der Kurs ist zwei Jahre gültig für alle Führerscheinklassen und wird zudem als Nachweis für betriebliche Ersthelfer anerkannt. Geleitet wird die Veranstaltung von EH-Ausbilder Tom Jacob, der über langjährige Erfahrung im Rettungsdienst und der Erste-Hilfe-Ausbildung verfügt.
Die SPD Rosbach konnte Tom Jacob, Kandidat der SPD für die Stadtverordnetenversammlung, dafür gewinnen, diesen Kurs ehrenamtlich durchzuführen. Die Veranstaltung wird mit freundlicher Unterstützung der Firma CorStart GbR durchgeführt.
Für das leibliche Wohl der Teilnehmenden sorgt der SPD-Ortsverein Rosbach. Hierfür wird eine Aufwands- und Verpflegungspauschale in Höhe von 15 Euro erhoben.
Die Anmeldung sowie Rückfragen zum Ablauf des Kurses sind per E-Mail an veranstaltungen@spd-in-rosbach.de möglich. Bitte rechtzeitig anmelden, weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Im Rahmen eines kürzlich durchgeführten Stammtischs suchte die SPD Rosbach den offenen Dialog mit Landwirten aus Rosbach und Rodheim. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die angespannte Haushaltslage der Stadt Rosbach vor der Höhe sowie die daraus resultierende geplante Erhöhung der Grundsteuer A und B. Ziel des Abends war es, die Hintergründe transparent darzustellen, die Auswirkungen auf die Betroffenen zu beleuchten und Anregungen für die anstehenden Haushaltsberatungen aufzunehmen.
Zu Beginn des Stammtischs stellte Pressesprecher Herbert See den Gästen die anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten der SPD für die Stadtverordnetenversammlung vor. Anschließend erläuterte Dr. Hans-Peter Rathjens, Vorsitzender der SPD-Fraktion und des Haupt- und Finanzausschusses, die aktuelle finanzielle Situation der Kommune. Trotz einer deutlichen Erhöhung der Grundsteuer A und B weist der Haushaltsentwurf für 2026 immer noch ein Defizit von rund 1,2 Millionen Euro aus, das nach derzeitiger Planung aus den ordentlichen Rücklagen der Stadt gedeckt werden muss.
Als einen Belastungsfaktor nannte Rathjens die gestiegene Kreis- und Schulumlage, die sich um 519.000 Euro auf nunmehr 13,6 Millionen Euro erhöht hat. Auch die hohe Schulden- und Zinsdynamik tragen spürbar zu dem Minus bei. Besonders gravierend wirkt sich zudem die Entwicklung der Personalkosten aus: Diese steigen von 10,5 Millionen Euro im Jahr 2022 auf geplante 15,3 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2026 – ein Zuwachs von gut 45 Prozent innerhalb von vier Jahren.
In der anschließenden Gesprächsrunde mit den Landwirten bestand Einigkeit darüber, dass Stadtkämmerer Steffen Maar angesichts dieser Rahmenbedingungen an einer Erhöhung der Grundsteuer kaum vorbeikommen wird. Wolfgang Schäfer aus Rodheim, Sprecher der Landwirte, verdeutlichte anhand mehrerer Beispiele die erheblichen Mehrbelastungen, die bei Hebesätzen von 765 Prozent für die Grundsteuer A und 821 Prozent für die Grundsteuer B auf landwirtschaftliche Betriebe zukommen.
Seitens der Landwirte wurde darauf hingewiesen, die Ausgaben der Kommune insgesamt einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Zudem wurde angeregt, auch eine Erhöhung der Gewerbesteuer in Betracht zu ziehen und mögliche Mehreinnahmen zur Absenkung der Grundsteuer-Hebesätze zu nutzen. Dr. Rathjens erläuterte, dass diese Punkte im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen im Haupt- und Finanzausschuss umfassend behandelt werden.
Nach einer lebhaften und sachlichen Diskussion in angenehmer Atmosphäre bedankte sich die SPD-Vorsitzende Claudia Hetjes bei den anwesenden Landwirten für die zahlreichen Hinweise an die SPD-Fraktion. Zugleich dankte sie Dr. Rathjens für die fundierte Vorbereitung und die zur Verfügung gestellten Unterlagen, die eine konstruktive Diskussion ermöglichten.
In der Rosbacher Wasserburg kamen der SPD-Vorstand, Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Peter Rathjens sowie die Kandidatinnen und Kandidaten für Kreistag, Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeiräte zusammen, um das Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2026 zu verabschieden. Verschiedene Arbeitsgruppen hatten das Programm im Vorfeld sorgfältig erarbeitet und die zentralen Themen vorbereitet.
Unter dem Leitgedanken „Mit den Menschen, für die Menschen – Gemeinwohl statt Einzelinteressen“ stehen fünf zentrale Themen im Mittelpunkt der zukünftigen Arbeit.
Hier ein Auszug aus dem Programm:
1. Ein vitales Rosbach für alle Generationen
Die SPD setzt auf ein starkes Miteinander, verlässliche Betreuung, aktive Beteiligung und gute Lebensbedingungen für Jung und Alt.
2. Eine nachhaltige Stadtentwicklung
Mit regelmäßiger Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzepts, klimagerechter Planung und starken Naherholungsräumen soll Rosbach verantwortungsvoll weiterentwickelt werden.
3. Ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit solider Finanzpolitik
Wirtschaftliche Vernunft, gezielte Ansiedlungspolitik und eine verantwortliche Haushaltsführung bilden die Basis für stabile kommunale Finanzen.
4. Eine leistungsfähige Verwaltung
Bürgernähe, Digitalisierung, effiziente Abläufe und ein gezielter Bürokratieabbau sollen den Service für die Menschen weiter verbessern und bewährte Verwaltungsstrukturen stärken.
5. Gemeinsam Verantwortung für Rosbach übernehmen
Die SPD bekräftigt ihren Anspruch, kommunale Politik verlässlich, bürgernah und am Gemeinwohl orientiert zu gestalten – so wie es in Rosbach seit jeher gute Tradition hat.
Am Ende der Sitzung bedankte sich die Vorsitzende Claudia Hetjes herzlich für die konstruktive Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen und im gesamten Team. Sie betonte, dass die SPD Rosbach den Bürgerinnen und Bürgern eine verlässliche Alternative bieten möchte. Wie bisher will die Partei auch künftig mit großer Aufmerksamkeit die Arbeit des Bürgermeisters und des Magistrats begleiten, um Entscheidungen sorgfältig zu prüfen und die Qualität der Vorlagen im Sinne der Stadt zu sichern.
Die Rosbacher SPD Fraktion zeigt sich enttäuscht und überrascht, dass Bürgermeister Maar in seiner Funktion als Kämmerer den Haushaltsentwurf 2026 nicht in die Stadtverordnetenversammlung am 9. Dezember eingebracht hat. Als Begründung führte Maar in Beantwortung einer Kleinen Anfrage der SPD aus, dass der Magistrat wegen Terminschwierigkeiten keine Zeit gefunden habe, die Haushaltssatzung zu beraten und eine Empfehlung an das Parlament auszusprechen.
„Dies war“, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Peter Rathjens, „schon für die Mehrheit der Stadtverordneten eine faustdicke Überraschung“. Die Beratung der Haushaltssatzung 2026 im Magistrat war für den 26. November im Zuge einer regulär terminierten Sitzung geplant. Die Beratung stand aber – so Bürgermeister Maar - nicht auf Platz eins der Tagesordnung, sondern war weiter deutlich nach hinten gerutscht. Aufgrund der zeitintensiven Abarbeitung der anderen Punkte entfiel dann die Diskussion.
„Selbstverständlich“, so der Fraktionsvorsitzende, „muss der Haushaltsentwurf zu Beginn und nicht erst im späteren Verlauf einer regulären Magistratssitzung ausführlich besprochen werden“. Besser sei es sogar, schon im Vorfeld einen Sondertermin zu vereinbaren, um unter Beteiligung der Finanzexperten der Verwaltung das fast 400-seitige Zahlenwerk nach allen Seiten hin abzuklopfen. Aufgrund der Ankündigung von Maar, dass wegen der schwierigen Finanzlage eine Erhöhung der Grundsteuer nicht zu vermeiden sei, sind auch Kürzungen bei den Ausgaben in Betracht zu ziehen.
Aller Voraussicht nach wird der Haushaltsentwurf erst in der Januar-Sitzung des Stadtparlaments eingebracht, so dass eine Verabschiedung frühestens Ende Februar möglich ist – dem letzten Sitzungstermin der Wahlperiode. Damit muss Rosbach mit Beginn 2026 zu einer vorläufigen Haushaltsführung nach § 99 HGO übergehen. So darf die Stadt Steuern, deren Sätze für jedes Haushaltsjahr festzusetzen sind, nur nach den Sätzen des Vorjahres erheben.
„Wichtig ist“, schließt Dr. Rathjens, „dass der Magistrat zügig mit den Beratungen beginnt, damit die Rosbacher bald Klarheit haben, welche Belastungen auf sie zukommen.“ Dies sei ein Gebot der Fairness auch in Anbetracht der anstehenden Kommunalwahl im März.
SPD-Stammtisch empfängt hohen Besuch – Blütenköniginnen berichten aus ihrem Amtsjahr
Der offene monatliche Stammtisch der SPD Rosbach im Restaurant Müllers in Rodheim bot diesmal einen besonderen Höhepunkt: Die Vorsitzende Claudia Hetjes begrüßte gemeinsam mit dem Vorstand die amtierende Blütenkönigin Joyce I. und ihre Vorgängerin Sophia I.
Mit herzlicher Offenheit schilderten beide jungen Frauen ihre Erfahrungen aus der Zeit als Repräsentantinnen der Stadt Rosbach. Die Rolle der Blütenkönigin, so machten sie deutlich, sei eine traditionsreiche Aufgabe, die Freude macht, zugleich aber auch Einsatz erfordert: Besonders an den Wochenenden standen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Für beide war der Höhepunkt ihres Amtsjahres die Einladung zum hessischen Ministerpräsidenten nach Wiesbaden, ein Moment, der ihnen lange in Erinnerung bleiben wird. Beide betonten, dass sie jungen Frauen eine Kandidatur sehr empfehlen können, denn die Erfahrungen, Begegnungen und persönlichen Entwicklungen seien von großem Wert.
Sophia I. berichtete zudem, dass sie auf ihren vielen Auftritten zahlreiche andere Königinnen kennengelernt habe – Begegnungen, aus denen zum Teil echte Freundschaften entstanden seien.
Um den Gästen des Stammtischs noch mehr Einblicke zu ermöglichen, führte SPD-Pressesprecher Herbert See kurze Interviews mit den beiden jungen Frauen. Joyce erzählte, dass sie 2023 aus Kamerun nach Deutschland gekommen sei und heute bei Verwandten in Rosbach lebt. Bereits in Kamerun hatte sie Deutsch-Unterricht, und nun studiert sie in Gießen Medizin-Informatik, wo sie voller Elan ihren Weg weitergeht.
Sophia I., die mit ihren beiden Schwestern und ihren Eltern in Rosbach lebt, entschied sich nach dem Schulabschluss für eine Ausbildung zur Industriekauffrau – ein Weg, der zeigt, dass eine solide Ausbildung auch heute noch eine wertvolle Alternative zum Studium sein kann.
Der Stammtischabend zeigte einmal mehr, wie bereichernd es ist, wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Stadt mit Engagement vertreten. Die Gäste dankten Joyce I. und Sophia I. herzlich für ihren Besuch und die lebendigen Eindrücke in ihre Amtszeit.
Am Tag nach dem Stammtisch wurde bekannt, dass in den sozialen Medien rassistische Angriffe gegen Joyce veröffentlicht wurden. Wir haben die junge Frau als freundlich, zurückhaltend und kompetent erlebt. Die Verbreiter solcher Nachrichten sollten sich schämen. Die SPD weist solche Angriffe entschieden zurück und steht fest an der Seite von Joyce.
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