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Windpark Winterstein: Keine Zufahrt durch den Rosbacher Stadtwald!

Veröffentlicht am 03.06.2025 in Kommunalpolitik

Die SPD Rosbach spricht sich gegen die Nutzung des Hühnerpfades als Zufahrt zu den von ABO Energy geplanten Windkraftanlagen auf dem Winterstein aus.  Dies ist nicht als Votum gegen den Windpark zu verstehen, jedoch wird der stadteigene Wald im Vergleich zu dem der anderen Gemeinden während der Bauphase überproportional belastet. In einem Antrag zur kommenden Stadtverordnetenversammlung am 3. Juni wird der Rosbacher Magistrat daher seitens der SPD-Fraktion aufgefordert, mit ABO Energy in Verhandlungen über alternative Zufahrten zu treten.

„Es ist den Rosbacher Bürgerinnen und Bürgern nicht zu vermitteln“, so der SPD- Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Peter Rathjens, „dass auf der stadteigenen Waldfläche nur ein Windrad errichtet wird, aber die Zufahrt für sechzehn weitere Windräder komplett durch den Rosbacher Stadtwald erfolgen soll.“ Hauptnutznießer der Windkraftanlagen sind die Kommunen Friedberg und Wehrheim sowie Bundesforst und Hessen-Forst. Nutzen und Belastungen stünden damit aus Sicht der Stadt Rosbach in keinem angemessenen Verhältnis.

Nach Einschätzung der Orts-SPD ist der Hühnerpfad einer der von Erholungssuchenden am meisten begangenen Wege im Stadtwald. Störungen durch den Baustellen- sowie den späteren Kontroll- und Instandhaltungsverkehr dürften zu erheblichen Beeinträchtigungen der Erholungsqualität führen. Erschwerend kommen

Maßnahmen wie die Verbreiterung, Begradigung und teilweise Asphaltierung hinzu, die eine weitere Versiegelung des Waldbodens, und in deren Folge größere Abflussmengen von Niederschlagswasser, nach sich ziehen. Betroffen wäre hiervon insbesondere der Köpperner Hundesportplatz. Zu beachten ist auch, dass der Hühnerpfad eine historische Handelsstraße ist. Bei Eingriffen ist damit zu rechnen, dass archäologische Grabungen und gegebenenfalls Sicherungen erforderlich werden, was den Baubeginn des Windparks verzögert.

„Wir wollen aber nicht nur kritisieren“, führt der Fraktionsvorsitzende aus, „sondern auch Alternativen aufzeigen.“  Anstelle des Hühnerpfades schlägt die SPD eine Zufahrt zu den Windkraftanlagen über die Waldbahn bis zum Ende des Munitionsdepots, dann entlang des Zaunes des Munitionsdepots bis zur Kapersburg und weiter zu den geplanten Standorten vor. Auch eine Verlängerung der Zufahrt Alterric (vorher: Enercon) durch den Bundesforst um einige hundert Meter in die Gemarkung Friedberg-Ockstadt sollte in Erwägung gezogen werden.

Abschließend erwarten die Genossen, dass die städtischen Gremien zeitnah von ABO Energy über die geplante Trassenführung des gewonnenen Stroms aus den Windkraftanlagen informiert werden.