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SPD-Fraktion im Austausch mit Bürgermeister Maar

Veröffentlicht am 21.09.2025 in Kommunalpolitik

Bürgermeister Maar im Gespräch mit der SPD-Fraktion und Interessierten

Zu ihrer zweiten Sitzung nach der Sommerpause hatte die SPD-Fraktion Rosbachs Bürgermeister Steffen Maar zu einem Meinungsaustausch eingeladen. Ziel war es, aktuelle kommunalpolitische Themen direkt mit dem Verwaltungschef zu erörtern und die Positionen der SPD-Fraktion deutlich zu machen.

Mit Blick auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammmlung konnte der Bürgermeister erfreulicherweise berichten, dass für die Sozialstation in diesem Jahr keine Nachschusspflicht mehr zu erwarten ist – die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen haben gegriffen. Um Kosten ging es auch bei einem anderen Punkt: Aufgrund deutlich steigender Aufwendungen für Künstlergagen, Sicherheit und Bühnentechnik sowie rückläufiger Nachfrage soll auf Beschluss des Magistrates das Kulturprogramm neu aufgestellt werden. Ziel ist ein ganzjähriges, breit gefächertes Angebot, das auf eine möglichst hohe Nachfrage bei den Rosbachern stößt. Die SPD begrüßt prinzipiell die Initiative, hätte sich aber in der Gremienvorlage detailliertere Informationen zur Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben in den letzten Jahren gewünscht.

Breiten Raum nahm die finanzielle Lage der Stadt ein, die aus Sicht von Bürgermeister Maar kritisch einzustufen ist. Eine Einschätzung, die von dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Peter Rathjens ausdrücklich geteilt wird. Der Bürgermeister kündigte an, den Haushaltsentwurf für 2026 noch in diesem Jahr einzubringen. Schwierige Beratungen zu Ausgabenkürzungen und möglichen Abgabenerhöhungen zeichnen sich aus seiner Sicht ab. So sieht sich die Stadt mit einer anhaltend hohen Kreisumlage konfrontiert, die in der mittelfristigen Finanzplanung bis jetzt noch nicht eingearbeitet ist. Auch droht eine Erhöhung der Schulumlage, die die städtischen Finanzen zusätzlich belastet.

Eine weitere Herausforderung für den Rosbacher Haushalt stellt der Verkauf des Alten Rathauses dar. Aufgrund mangelnder Nachfrage - so der Bürgermeister – wurde die Preisforderung der Stadt deutlich gesenkt. Zwar hat dies zu einem verstärkten Kaufinteresse geführt, Haupthindernis für einen erfolgreichen Verkauf sind aber die extrem hohen Sanierungs- bzw. Investitionskosten aufgrund der Anforderungen des Denkmalschutzes. Vor einem Verkauf sollte daher aus Sicht der SPD ein möglicher Käufer einen solide kalkulierten Finanzierungs- und zeitlichen Sanierungsplan den städtischen Gremien vorlegen.

Weitere Diskussionspunkte waren der geplante Neubau der Sporthalle Eisenkrain sowie die Erschließung des Baugebietes “Am Belgesbaum”. Rathjens sprach sich bezüglich der Eisenkrain erneut gegen die Verwendung von öffentlichen Mitteln für die Errichtung eines gastronomischen Betriebes aus. Hierzu erläuterte Maar die abweichende Position des Magistrats. Einigkeit bestand hingegen, dass bei der Erschließung von Baugebieten die Friedberger Wohnungsbaugenossenschaft „Eigner Herd ist Goldes wert” der ideale Partner für bezahlbaren Wohnraum ist

„Wir werden”, so abschließend Dr. Rathjens, “im Interesse Rosbachs weiterhin das Gespräch mit Bürgermeister Maar suchen. Seine Kandidatur auf der CDU-Kreistagsliste kam für uns nicht überraschend, zumal seine CDU-Nähe spätestens bei der Bürgermeisterwahl für alle offensichtlich war.”