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Fachkräftemangel trifft auch die Region – Berufsschulen bleiben leer

Veröffentlicht am 11.11.2025 in Kommunalpolitik

Die SPD Rosbach zeigt sich besorgt über den zunehmenden Mangel an Auszubildenden in handwerklichen Berufen. Der jüngste Bericht über die Saalburgschule in Usingen, an der erstmals kein einziger Bäcker-Azubi eingeschult wurde, macht deutlich, wie ernst die Lage inzwischen ist. 

„Wenn ganze Bildungsgänge mangels Schülern eingestellt werden müssen, verschärft sich der Fachkräftemangel weiter – das ist eine gefährliche Abwärtsspirale“, so SPD-Pressesprecher Herbert See. Junge Menschen, die sich für einen handwerklichen Beruf interessieren, müssten dann teils weite Wege zur nächsten Berufsschule in Kauf nehmen. „Das schreckt viele ab – und am Ende fehlen uns in der Region die Fachkräfte, die wir so dringend brauchen.“

Dabei bieten gerade die Rosbacher Handwerksbetriebe eine Vielzahl von Ausbildungsgängen an, von klassischen Gewerken bis hin zu modernen Dienstleistungs- und Technikberufen.Unsere örtlichen Betriebe sind engagiert, bilden aus und sichern damit die Zukunft unserer Stadt. Es fehlt nicht an Bereitschaft, sondern an Bewerbern“, betont See.

Die SPD Rosbach sieht die Ursachen für den Fachkräftemangel nicht allein in fehlender Werbung für Handwerksberufe. „Wir erleben einen gesellschaftlichen Wandel“, so See weiter. „Das Handwerk verliert an gesellschaftlichem Ansehen, während der Druck zu akademischen Karrieren stetig steigt. Dabei gilt heute wie früher: Ein Handwerk hat goldenen Boden – und bietet hervorragende Perspektiven für engagierte junge Menschen.“

Auch das Bildungssystem müsse wieder stärker praktische Begabungen fördern. Werkunterricht, handwerkliche Projekte und frühzeitige Berufsorientierung sollten fester Bestandteil der schulischen Ausbildung sein.„

Die SPD Rosbach unterstützt deshalb alle Initiativen, die Ausbildung und Betriebe vor Ort stärken. Dazu gehört auch, dass Ausbildungsbetriebe entlastet werden – etwa durch eine staatlich finanzierte Koordinationsstelle, die sie bei der Bürokratie unterstützt und Auszubildende mit besonderem Förderbedarf begleitet.

„Unsere Betriebe dürfen mit der Verantwortung nicht allein gelassen werden“, betont See. „Wir brauchen ein klares politisches Signal: Handwerk und berufliche Bildung sind gleichwertig mit akademischer Bildung. Wer einen Beruf erlernt, sichert die Zukunft unserer Städte und Gemeinden.“